Safari Kruger Nationalpark für Einsteiger: Online-Buchung, Packliste, Anreise (Teil 3)

Kruger Nationalpark Packen

Safaris sind nur was für Reisende mit dem nötigen Kleingeld? Und kommen für dich als Backpacker sowieso nicht in Frage? In Südafrika könnte es sein, dass du diese Glaubenssätze aufgeben musst. Klar ist: eine Safari wird schon ein ganzes Stück teurer als deine letzte Reise nach Indien. Aber wenn du dir den Safari-Traum erfüllen willst, dann bietet dir gerade der Kruger Nationalpark das beste Preis-Leistungsverhältnis und die besten Bedingungen für Anfänger. Alle Infos findest du hier in meinem Safari Guide Kruger Nationalpark für Einsteiger. Da es zu dem Thema doch so einiges zu erzählen gibt, habe ich diesen Guide in drei Teile aufgeteilt. Hier im dritten Teil findest du Informationen zur Online-Buchung, zu Anreise und Eintritt sowie eine Packliste. Hier gehts zu Teil 1 und Teil 2.

Safari Kruger Nationalpark für Einsteiger: Online-Buchung

Wenn du dich für Unterkünfte und Aktivitäten entschieden hast, solltest du deinen Plan mit einer Buchung fest machen. Wie bereits erwähnt, ist die Auslastung im Park grundsätzlich hoch. Gerade während der europäischen Sommerferien in der Trockenzeit sowie den großen Weihnachtsferien in der Regenzeit sind viele Unterkünfte weit im Voraus ausgebucht. Wenn du außerhalb solcher Zeiten unterwegs bist, wirst du aber auch noch kurzfristig Glück haben. Während unserem Aufenthalt Ende Januar haben wir immer wieder freie Unterkünfte und Campingplätze im Lower Sabie Rest Camp, immerhin eines der beliebtesten Camps des Parks, entdeckt. Deine Buchung solltest du direkt bei den südafrikanischen Nationalparks vornehmen, um zusätzliche Vermittlungsgebühren zu vermeiden. Der Buchungsvorgang ist bei deinem ersten Besuch in Südafrika aber vielleicht ein bisschen undurchschaubar, daher habe ich dir hier eine kurze Anleitung zusammengestellt:

  1. Für eine Onlinebuchung benötigst du eine gültige Kreditkarte.
  2. Hier beginnst du deine Buchung und musst zuerst die Buchungsbedingungen sowie die Parkregeln akzeptieren.
  3. Wenn du noch kein Benutzerkonto besitzt, dann musst du dich zuerst hier registrieren. Achte darauf, dass du eine gültige Telefonnummer hinterlegst, da diese ggf. für den Abschluss deiner Buchung benötigt wird.
  4. Nachdem du dich eingeloggt hast, siehst du die verschiedenen Buchungsmöglichkeiten, die sich dir bieten.
  5. Buche zuerst deine Unterkunft oder deine Unterkünfte. Ohne eine gültige Übernachtungsbuchung darfst du keine Aktivitäten buchen. Wähle dazu zuerst den Kruger Nationalpark, anschließend dein ausgesuchtes Camp und danach ein Datum aus.
  6. Du siehst nun die Verfügbarkeit der einzelnen Unterkunftsarten an 14 Tagen, beginnend mit dem von dir ausgewählten Datum. Dir stehen für deine Buchung nur die Unterkünfte zur Verfügung, die an den jeweiligen Daten keinen Strich, sondern eine Zahl ausweisen.
  7. Bist du fündig geworden, klicke auf die Zahl, die bei dem von dir ausgewählten Datum, an der von dir ausgewählten Unterkunft steht. Nun wählst du zuerst die Anzahl der Einheiten aus, die du buchen willst und darunter die Anzahl der Erwachsenen und der Kinder. Indem du unter deine Auswahl das Häkchen setzt, fügst du deiner Buchung automatisch die Conservation Fee für deinen Aufenthalt hinzu. Davon würde ich dir jedoch abraten, da du dich entweder für eine WildCard entscheidest, oder die Gebühr bei deiner Einfahrt in den Park bezahlen kannst.
  8. Bestätige deine Auswahl und füge unter “Add Accommodation” nun deine Unterkünfte für die anderen Nächte, die du im Park verbringen willst, einzeln wie vorhergehend beschrieben, hinzu. Hast du für alle Nächte, die du im Park verbringen willst, eine Unterkunft in deinen Warenkorb gelegt, kannst du unter “Add Activity” Aktivitäten buchen. Beachte dabei, dass du Buchungen für Aktivitäten auch nur an den Tagen vornehmen kannst, für die du eine Unterkunft gebucht hast.
  9. Wähle nun wieder den Kruger Nationalpark aus und klicke anschließend auf eines der Camps, für die du eine Übernachtung gebucht hast. Die Buchung nimmst du nun nach dem gleichen Prinzip wie beim Camp vor: Wähle eine Aktivität aus, überprüfe, ob diese an dem von dir gewählten Datum noch verfügbar ist und klicke schließlich die Zahl an. Danach wählst du die Anzahl der Erwachsenen und Kinder aus, für die du die Buchung vornehmen willst.
  10. Wenn du alle deine gewünschten Unterkünfte und Aktivitäten gebucht hast, kannst du “Checkout” auswählen. Dort gibst du erneut deine persönlichen Daten ein und akzeptierst die Buchungsbedingungen, bevor du nach dem Klick auf “Process Payment” deine Kreditkartendaten eingibst. Anschließend bestätigst du deine Buchung mit einem Code, der dir auf die von dir angegebene Telefonnummer gesendet wird. Und dann – bist du fertig und kannst deine Safari im Kruger Nationalpark beginnen!

Safari Kruger Nationalpark für Einsteiger: Packliste

Bevor du deinen Rucksack für deine Safari im Kruger Nationalpark packst, überlege dir ganz genau, welche Aktivitäten du geplant hast, wie lange du im Park bleiben willst, wo du übernachten wirst und um welche Jahreszeit du auf Safari gehen willst.

Safari Kruger NP Malaria

Aufgrund der ganzjährigen Malaria Gefahr, solltest du ausreichend angemessene Kleidung einpacken. Das heißt, lange, lockere Oberteile und lange, ebenfalls nicht zu eng anliegende Hosen. Da die meisten Kleidungsstücke von Mücken durchstochen werden können, macht es Sinn, wenn sie nach dem Stoff nicht auch direkt in deine Haut eindringen können. Natürlich kannst du dir auch spezielle Anti-Mücken Kleidung kaufen. Wenn das aber deine erste Safari überhaupt ist und du noch gar nicht weißt, ob die Tiersuche etwas für dich ist, dann wirst du ganz sicher auch in deinem bestehenden Kleiderschrank fündig. Ich war insbesondere mit meiner Wanderhose* zufrieden, die aus einem dickeren Stoff besteht und für Mücken daher nicht so leicht zu durchdringen ist. Wenn du an einer Walking Safari teilnehmen willst, packe dafür eine lockere lange Hose und ein langes Oberteil in gedeckten Farben ein. Du sollst dich dabei so gut wie möglich an die Umgebung anpassen. Am besten passen also Farben wie dunkles grau, ocker oder sehr dunkles grün. Da auch so einige Krabbeltiere und Schlangen den Kruger Nationalpark ihre Heimat nennen, solltest du insbesondere auf der Walking Safari in feste Schuhe schlüpfen. Vergiss auch deine Badesachen nicht, damit du zwischen deinen Safaris auch mal in den Pool springen kannst! Wenn du im Winter unterwegs bist, statte dich außerdem mit ausreichend wärmerer Kleidung aus. Sobald die Sonne nicht am Himmel steht, kann es ziemlich frisch werden.

  • zwei lange, lockere Hosen
  • zwei langärmelige Hemden, die nicht zu eng anliegen
  • T-Shirts/Tops
  • eine kurze Hose
  • Basecap
  • Bikini/Badeanzug
  • feste Schuhe
  • Flipflops
  • dicker Pullover, dickes Tuch je nach Jahreszeit

Wenn du dich für die Übernachtung im Zelt entscheidest, dann achte darauf, dass dein Zelt kein Loch hat (Moskito-Gefahr!) und die Luft gut zirkulieren kann. Abhängig davon, ob du im Winter oder im Sommer in den Kruger Nationalpark fährst, solltest du einen sehr leichten Schlafsack (Sommer) oder einen Schlafsack mit einer Wohlfühltemperatur bis 9°C auswählen. Vergiss auf keinen Fall deine Stirnlampe, nachts kann es so weit weg von jeglicher Zivilisation richtig dunkel werden. Die meisten Campingplätze, die wir im Kruger Nationalpark gesehen haben, waren nicht mit Bänken und Tischen ausgestattet. Das heißt, du setzt dich entweder auf den Boden/in dein Auto oder stattest dich mit günstigen Campingstühlen und einem kleinen Tisch aus.

Um dich gegen Moskitos zu schützen, solltest du neben deiner Kleidung noch weitere Maßnahmen ergreifen. Ich bevorzuge eine Lotion mit ausreichend hohem Deet Anteil* und empfehle dir zusätzlich auf ein Anit-Mücken Spray für deine Kleidung* zu setzen. Gerade auf dem Campingplatz lohnt es sich außerdem, wenn du während der Mahlzeiten eine Antimücken Spirale unter dem Tisch entzündest, um auf Nummer sicher zu gehen. Wenn du typisch südafrikanisch deinen persönlichen Braai auf dem Campingplatz nutzen willst, dann vergiss nicht, Holzkohle mitzubringen. Auch Lebensmittel, die du in deiner Zeit im Park verbrauchen willst, solltest du grundsätzlich vor deiner Einfahrt einkaufen. Achte vor allem auf eine ausreichende Menge Trinkwasser. Wir haben uns für große Wasserkanister entschieden und unsere wiederverwendbaren Trinkflaschen* benutzt, um zumindest ein bisschen Plastik einzusparen. Solltest du etwas vergessen haben, bieten die Camp Shops eine große Auswahl an Lebensmitteln, Souvenirs, Campingzubehör, Alkohol, Moskitoschutz und Informationsmaterialen zu verhältnismäßig fairen Preisen.

Safari Kruger Nationalpark für Einsteiger: Anreise

Wenn du direkt aus Deutschland den Kruger Nationalpark ansteuern willst, dann bietet sich ein Flug nach Johannesburg an. Von dort bist du mit dem Mietwagen in etwa vier bis fünf Stunden am Melalane Gate. Du kannst aber auch direkt bis zum Kruger Mpumalanga Flughafen weiterfliegen, dieser liegt am südwestlichen Ende des Parks. Hier findest du eine Beschreibung der Anfahrt zu allen Gates in allen Regionen des Parks. Ich empfehle dir, dich auf deiner Reise nach Südafrika nicht nur auf den Kruger Nationalpark zu konzentrieren. Nach deiner Landung am Internationalen Flughafen in Johannesburg bieten sich z.B. zwei Tage in der Stadt selbst an. Auf dem Weg zum Park haben wir außerdem noch einen Umweg über die Panorama Route eingelegt, um den Blyde River Canyon zu sehen. Beide Stopps empfand ich als sehr lohnenswert.

Kruger Nationalpark Panorama Route

Bei deiner Anreise in den Kruger Nationalpark musst du dich registrieren, eine Verzichtserklärung unterschreiben, deinen Eintritt bezahlen oder deine WildCard vorzeigen und dein Auto auf verbotene Gegenstände kontrollieren lassen. Das sind vorrangig Waffen,  aber auch deine Drohne darfst du nicht mit in den Park nehmen. Falls du mit einer Drohne verreisen willst, findest du hier weitere Informationen.

Safari Kruger Nationalpark für Einsteiger: Eintritt

Egal, wie du anreist, wo du unterkommst oder welche Tiere du sehen willst. Ein Eintrittspreis für den Kruger Nationalpark wird immer fällig. Und der ist auch nicht gerade günstig. Hier kannst du dir die aktuell gültigen Daily Conservation Fees anschauen. Diese werden alle sechs Monate überprüft und ggf. aktualisiert. Derzeit (Stand: Mai 2018) zahlst du pro Erwachsenem und Tag rund 23 Euro. Der Eintritt für Kinder kostet in etwa die Hälfte. Für jeden angefangenen Kalendertag, den du im Kruger Nationalpark verbringst, musst du eine Daily Conservation Fee bezahlen. Je nachdem, wie viele Tage du für deine Safari einplanst, können sich die Conservations Fees alleine bereits auf über hundert Euro belaufen. Das ist natürlich schon ein tiefer Schlag in dein Reisebudget, bedenke dabei jedoch, wofür die Gebühren verwendet werden. Dein Eintritt unterstützt nämlich die vielfältige Conservation Arbeit im Nationalpark. Dabei handelt es sich z.B. um Maßnahmen gegen Wilderer, die Ausbildung und Bezahlung von Rangern, die Eindämmung von Krankheiten und vieles mehr.

Je nachdem, wie groß deine Reisegruppe ist und wie deine weiteren Reisepläne für Südafrika aussehen, solltest du vor der Zahlung der Conservation Fee über den Erwerb einer Wild Card nachdenken. Diese gibt es für Alleinreisende, Paare und Familien. Die genauen Kosten kannst du dir hier anschauen. Beachte dabei, dass für dich als internationalen Besucher nur die letzte Zeile in Frage kommt. Wir haben uns für die WildCard entschieden, da wir diese zu Zweit nutzen konnten, wir drei Nächte bzw. vier Tage im Kruger Nationalpark eingeplant hatten und noch diverse andere Nationalparks in Südafrika und eSwatini (ehemals Swaziland) auf unserer Reiseroute lagen. Am Ende haben wir durch die WildCard mehr als 200 Euro gespart. Die Mitgliedschaft is übrigens für ein Jahr gültig. Die Buchung kannst du hier vornehmen.

Das war der dritte Teil meines Guides für Einsteiger auf Safari im Kruger Nationalpark. Hier kommst du zu Teil 1, in dem es um meinen Erfahrungsbericht, Reisezeit, Reisedauer und Malaria geht. In Teil 2 erfährst du mehr über die Themen Mietwagen, Unterkunft, Touren und Self-Drive Safari.


* Hierbei handelt es sich um Affiliate-Links. Das heißt, wenn du dir das Produkt, das ich aus persönlicher Überzeugung empfehle, anschaust und kaufst, verändert sich der Kaufpreis für dich kein Stück, ich bekomme aber ein kleine Provision ausgezahlt.

SaveSave

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.